Microsoft beendet die Unterstützung der Basic Authentication in Exchange Online. Was das für Ihr Unternehmen bedeutet, welche Protokolle betroffen sind und welche Schritte jetzt notwendig sind – ein kompakter Überblick.
Die Basic Authentication gehört zu den ältesten Authentifizierungsmethoden überhaupt – und genau das ist das Problem. Sie überträgt Benutzernamen und Passwort im Klartext und bietet keinerlei Schutz gegen moderne Angriffsmethoden wie Password Guessing oder Business Email Compromise (BEC).
Seit Jahren warnt Microsoft Administratoren vor den Risiken dieser Methode. Die Umstellung wurde pandemiebedingt zunächst verschoben – jetzt aber läuft die Frist endgültig ab.
„Basic Authentication ist nicht nur veraltet – sie ist ein offenes Einfallstor für Angreifer."
Microsoft deaktiviert die Basic Authentication in Exchange Online für folgende Protokolle:
Das SMTP-Protokoll bleibt vorerst ausgenommen – da viele Multifunktionsgeräte wie Drucker und Scanner keine moderne Authentifizierung unterstützen. Wichtig: Wird SMTP längere Zeit nicht genutzt, wird es automatisch deaktiviert. Für Konten, die SMTP noch nie verwendet haben, entfällt es ebenfalls.
| Datum | Maßnahme |
|---|---|
| Oktober 2019 | Sicherheitsvorgaben standardmäßig für alle Nutzer aktiviert |
| Oktober 2020 | Deaktivierung für Konten, die Basic Auth nicht aktiv nutzen |
| September 2021 | Deaktivierung für Exchange-Online-Protokolle mit Ausnahme aktiver Konten |
| 1. Oktober 2022 | Deaktivierung für alle Konten, unabhängig von der Nutzung |
| 1. Januar 2023 | Dauerhafte Deaktivierung – keine Reaktivierung mehr möglich |
Ja – aber nur einmalig und nur begrenzt. Microsoft bietet über das Microsoft 365 Admin Center eine Self-Service-Funktion, mit der Unternehmen eine dreimonatige Verlängerung beantragen können. Diese Verschiebung des Ablaufdatums auf den 1. Januar 2023 erfolgt nicht automatisch – Sie müssen aktiv einen Antrag stellen.
Eine Verlängerung ist sinnvoll, wenn Sie noch Zeit benötigen, um:
Wichtig: Nach dem 1. Januar 2023 ist eine erneute Aktivierung der Basic Authentication dauerhaft ausgeschlossen – ohne Ausnahme.
Falls die Deaktivierung der Basic Authentication in Ihrem Konto zu unmittelbaren Problemen führt, können Sie Microsoft über denselben Self-Service-Prozess bitten, einzelne Protokolle vorübergehend wieder zu aktivieren. Die Reaktivierung dauert laut Microsoft etwa eine Stunde.
Zusätzlich plant Microsoft, die Microsoft 365 Apps für Unternehmen (Word, Excel etc.) mit einer Funktion auszustatten, die den Zugriff auf Dateien blockiert, die über Basic-Authentication-Verbindungen bereitgestellt werden. SharePoint Online und OneDrive for Business sind davon nicht betroffen, da sie bereits moderne Authentifizierung nutzen.
Moderne Authentifizierung nutzt aktuelle Sicherheitsprotokolle wie OAuth 2.0, SCIM 2.0 und SAML. Sie erleichtert die Verwaltung von Benutzeridentitäten in lokalen und hybriden Exchange-Umgebungen erheblich – und schützt Konten zuverlässig gegen die gängigsten Angriffsmethoden.
Der Wechsel ist technisch umsetzbar, erfordert aber sorgfältige Planung:
„Die Umstellung auf moderne Authentifizierung ist kein Aufwand – sie ist eine Investition in die Sicherheit Ihrer gesamten IT-Infrastruktur."
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Die Abschaltung der Basic Authentication ist keine Ankündigung mehr – sie ist Realität. Unternehmen, die noch nicht umgestellt haben, riskieren Betriebsunterbrechungen, Sicherheitslücken und Compliance-Probleme.
Die gute Nachricht: Die Umstellung auf moderne Authentifizierung ist machbar. Mit den richtigen Experten an Ihrer Seite verläuft der Übergang reibungslos – und Sie gewinnen nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Zeit für Ihr Kerngeschäft.
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